Stell Dich in die Mitte.
Und das jeden Tag.                            

Hier gibt es kleine Angregungen für den Alltag,
um immer wieder bei sich selbst und im Jetzt zu sein.
Um unser Bewußsein und unsere Sinne zu schärfen.



22.09.2019

LOSLASSEN
das große Wort, was für mich eine heilsame und oft kaum umsetzbare Lebensaufgabe ist.
Und dann gibt es eine Art, die ich bisher noch nicht erlebt hatte:
ein Loslassen in seiner wohl unfairsten Art:
Ein Team im Stich lassen, sich aus der Verantwortung stehlen und Menschen hängen lassen,
obwohl man weiß, dass sie auf einen angewiesen sind.
Das ist die schäbigste Art des Loslassens was ich bisher erlebt habe.
Ein Loslassen für Feiglinge!
Oder ist es für diesen Menschen die einzige Möglichkeit, nicht an seiner verstrickten
Lebenslage zugrunde zu gehen?
Ist es ein Muster? Ein Ausweg?
Es ist ein Lösungsversuch. Punkt.
Das Umfeld muss darauf reagieren, mit seinen Möglichkeiten, jeder Einzelne mit Selbstschutz,
mit Achtung und Respekt. Eine riesen Chance, zu Wachsen und zu Lernen, wie man
mit Konflikten umgehen kann, ohne jemanden zu verurteilen.



01.08.2019
Die Neuigkeiten von anderen Menschen sind für manche wohl was ganz
Anziehendes und Aufregendes.
Den Unterschied zu erkennen, ob sich jemand wirklich interessiert
oder nur fragt, um seine Neugierde zu stillen ist manchmal schwer für mich.
Ist es Höflichkeit, Interesse, Neugierde, Anstand, Auftakt für Kontakt?
Ich werde immer zögerlicher, je mehr ich das Gefühl habe, meine
Umgebung interessiert sich nur für Aufregendes. Bricht mein Gegenüber das Zuhören ab,
durch das weitere Stellen von Fragen, verliert es den Blickkontakt oder
wendet sich anderen zu, gibt es für mich inzwischen einen einfache Reaktion,
um meine Kraft nicht weiter zu verschwenden:
ich höre mitten im Satz auf zu sprechen. Die Reaktionen sind von
"nicht bemerken" , über erstauntem Nachfragen und wunderschönem Innehalten.
Ist die Reaktion ein "nicht bemerken", tut es mir leid um all meine Worte.
Sie fühlen sich verschwendet an und ich werde still.


30.10.2018
Vertrauen Sie dem Moment der Gegenwart.
Das ist der Ort, an dem es den meisten Menschen gut geht. J. Briefs

"Wie geht es Dir?" Ist eine ganz schön große Frage, die so viele
Antwortmöglichkeiten offen lässt und die man mit einem "Gut"
ganz schnell beantworten und von sich selbst weghalten kann.
An Kindern erkennt man es, dass so unscharfe Fragen oft nicht zu beantworten sind.
Um die ganze Sache klarer zu bekommen muss die Frage genauer
oder fokusierter gefragt werden. Was will ich denn genau
wissen? Wie war die Anfahrt, die Pause, sind sie gut versorgt, wenn
es um die Essensversorgung geht oder das Wohlbefinden im Körper.
Und jetzt gerade? In diesem Moment, fühlst Du Deinen Atem?
Ist er ruhig und leise, oder laut und unruhig?
Ist es dir warm oder eher kühl? Deine Wachheit eher top fit oder
schon etwas müde? Die Befindlichkeit zu Erfahren gehen gut über
Entscheidungsfragen. Da konzentriert man sich auf seine Körper-
wahrnehmung und mann ist im hier und jetzt.
Der Verstand hat zwei Entscheidungsmöglichkeiten, da stoppt
man das Gedankenkarusell oder die Wortsuche im Kopf.
Und dann:
Einatmen -- Ausatmen, ganz ohne Bewertung.
Einatmen -- Ausatmen, ob kurz oder lang, tief oder flach,
alles ist richtig genau jetzt.




15.05.2018
Manchmal gibt es Zeiten, in denen der Terminkalender
mit vielen winzig kleinen Terminen vollgestopft ist.
Hier schnell was erledigen, mal kurz Termine vereinbaren,
eine Mail beantworten, den Kaminkehrer abwarten,
einen bestimmten Stift nachkaufen und der
Armbanduhr einen neue Batterie besorgen, und noch vieles mehr.
Der Kopf ist voll mit getakteter Zeit. Im Auto zum
nächsten Termin kommt ganz unerwartet ein Lied
das mich aus meinem Hamsterrad reißt. Das mich anspricht.
Ich drehe lauter und werde in mir ganz leise.
Für wenige Minuten ein wundervolles Eintauchen, fast wie ein Kopfsprung.
Es breitet sich eine wärmende, ruhige Farbe in mir aus,
eine Meldodie oder ein Songtext erfüllt mich und ich bin bei mir.
Ganz nah für diesen Moment und die Termine nehmen wieder
einen gesunden Abstand von mir.




11.05.2015
Eine Pusteblume müsste man sein.
Der Wind bläst die vielen tausend Schirmchen,
die "Pusteblume-Informationen" über die Wiesen.
Ganz leicht und winzig klein werden die kostbaren
Samen verteilt. Fallen auf fruchtbare Erde,
verbreiten sich, machen sich Platz, zeigen sich
mit zwei ganz unterschiedlichen Gesichtern und
einer Wurzel, die einen festen Stand sichert.
Einzigartig - ja - so müsste man sein.




29.04.2018
Zu dieser Jahreszeit finde ich es schon ganz schön faszinierend,
wie schnell an Bäumen Blätter wachsen können. Ganz schön fleißig,
wenn der Baum gesund ist, und die Zeit zum Wachsen gekommen ist.
Dass der Baum die Kraft zum Wachsen aus einem gesunden, nahrhaften
Boden bekommt, von genug Wasser, genug Platz, ausreichend Sonne
und gesunder Luft, das ist schnell zu beantworten.
Und woher nehme ich meine KRAFT?
Was gibt mir Kraft im Alltag?
Wer gibt mir Kraft?
Wie versorge ich mich selbst mit Energie?


23.04.2018
"CUT YOUR LIVE IN PEACES"
An so einem Montag Morgen kann einem das Leben schon ganz schön groß erscheinen.
Die Erinnerungen vom Wochenende noch so nah und dann die Termine der
ganzen Woche. In Gedanken an all die Aufgaben und Verpflichtungen.
Und keine Idee dem zu entkommen?
Wird einem die Welt der Termine und Aufgaben zu groß
tut es manchmal ganz gut, sich ein paar Minuten zu setzen,
ein und aus zu atmen.
Den eigenen Atem spüren, wie er kommt und geht, den Stuhl spüren
wo er mit dem Körper in Kontakt ist. Wie geht mein Atem, ruhig, schnell,
langsam, laut, leise, welche Regionen meines Körpers erreicht er?
Nur jetzt, hier ein paar Minuten. Der eigene Atem führt uns zu uns.
Ein kleines Stück Zeit vom Riesengroßem.

22.04.2018
Die vielen Gänseblümchen in meinem Garten haben gestern Abend, jedes
einzelne für sich ihre kleinen weißen Blütenblätter eng geschlossen
und heute morgen mit den ersten Sonnenstrahlen ganz selbstverständlich wieder geöffnet.
Bereit für Bienen und Schmetterlinge, bereit zu wachsen und zu sein was es ist,
der Sonne entgegen.
So ein Gänseblümchen wird nicht viel von der Weltgeschichte verstehen
und sich große Gedanken machen, woher es kommt, wohin es geht.
So klein und tapfer, ich muss es bewundern.
Es ist einfach da, in seiner einzigartigen Schönheit weil es die Natur so gewollt hat.
Heute, einfach mal nur da sein, weil Gott es so gewollt hat, oder das Universum,
an was man eben gerade so glaubt.


21. 04 2018
Mit allen Sinnen durch die Natur.
Heute im Wald war es mir, als würden "die Vögel von den Bäumen brüllen", so
aufgeregt und emsig sind sie beschäftigt.
Haben Sie 15 Minuten Zeit für sich in der Natur:
Suchen Sie sich einen guten Platz, an dem Sie fest stehen und das Gefühl haben,
ihre Füße wären mit der Erde verwurzelt, beobachten Sie Ihren Atem (3 Minuten zur Einstimmung), dann
spüren Sie bewußt mit jedem Sinn mal ganz einzeln:
3 Minuten nur hören, vielleicht die Augen schließen.
3 Minuten nur sehen, vielleicht so tun als könnte man die Ohren verschließen.
3 Minuten auf der Haut, im Gesicht spüren, den Wind, die Sonne.
3 Minuten riechen, vielleicht mit geschlossenen Augen.
Ich bin jedes mal wieder erstaunt was für eine Fülle an Eindrücken uns die Natur bietet.

20.04.2018
"Komplimente" sind manchmal schwer anzunehmen, oder zu selten von denjenigen,
von denen wir es erwarten oder uns wünschen.
Das bring uns ganz schön in die Warteposition.
Heute ist der Tag, an dem wir uns selbst ein Kompliment aussprechen.
Wenn es zu komisch klingt, dann eben ein klitzekleines.
Für die Mutigen: mit dem Kajal auf den Spiegel geschrieben!
Oder mit einem Augenzwinkern in Gedanken dem Spiegelbild am Morgen gesagt:
"Ich mag Deine Sonnenstrahlen an den Augen wenn Du lachst"
"Heute riechst Du nach Erdbeeren und Bergsee"


19.04.2018
Das "sich in die Mitte stellen" ist anfangs noch etwas ungewohnt.
Für die erste Übung benötigen Sie einen Stift und ein Blatt Papier.
Farbe und Größe dürfen Sie wählen.
Sie malen einen großen runden Kreis auf das Papier und stellen Sich vor, es wäre der
Rand einer großen Torte.
Die gesamte Torte soll ihre, ihnen zur Verfügung stehenden Tagesstunden darstellen.
Nun zeichnen Sie verschieden große Kuchenstücke in die Torte ein, für alle Bereiche,
denen sie ihre Lebenzeit heute zur Verfügung stellen.
Zum Beispiel: Arbeit, Familie, Hausarbeit, Kinder, Einkauf, Freundinnen, Zeit für Sie als Einzelperson.
Machen Sie es so genau und übersichtlich wie es für Ihr Gefühl heute passt.
Lassen Sie es auf sich wirken.
Ohne Bewertung. Was fällt auf, was haben sie erwartet, was ist neu für sie?
Nehmen Sie dieses Tortendiagramm mit in Ihren Alltag.
Heute-eine Momentaufnahme ihrer Lebenszeit in Form eines Dagrammes.